Fotos: Roland Sand

Nach mehrmonatiger Vorbereitung begann am 2. Februar 2019 um 10 Uhr der Ökumenische Bibeltag der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Gemeinden (ACG) Bruchsal im Kirchengebäude der neuapostolischen Kirche in Bruchsal. Als Gastredner konnte Bischof i.R. Walter Klaiber von der Evangelisch-methodistischen Kirche gewonnen werden.

An die offizielle Begrüßung durch Pfarrer Achim Schowalter und einem ersten gemeinsamen Singen, angeleitet durch Pfarrer Schowalter am Klavier nebst Begleitung durch Cajón und E-Bass, schloss sich der erste Impulsvortrag durch Bischof Klaiber an. Das zugrunde liegende Thema "Musste nicht der Christus das erleiden? - Von der Not-Wendigkeit des Todes Jesu“ führte die zahlreichen Teilnehmer zu Beginn in die Lebenswelt, die Gebräuche und Riten ein, die im Zusammenhang mit dem Kreuzestod eine bedeutende Rolle spielen. Die mit zahlreichen Bibelstellen untermauerten, intensiven Ausführungen des Bischofs erforderten höchste Aufmerksamkeit seitens der Zuhörer und belohnte diese mit neuer Erkenntnis, neuem Wissen und manchem Aha-Erlebnis.

Im Anschluss hatte man die Möglichkeit an einer der angebotenen Arbeitsgruppen teilzunehmen, die mit ausgewählten Bibeltexten, Bildern und weiteren "Kreuzes"-Themen das Tagesmotto noch weiter vertieften. Nach Rückkehr ins Plenum konnten Erfahrungen und Erlebnisse aus den Arbeitsgruppen geteilt werden. Bischof Klaiber stand für vertiefende Fragestellungen mit seinem umfangreichen Wissen bereit und beantwortete gewissenhaft die an ihn gestellten Fragen.

Zur Mittagspause war der Tisch im Foyer gedeckt, so dass keiner hungrig in den Nachmittag starten musste. Zudem wurde die Pause genutzt zur Überbrückung von Kirchengemeindegrenzen, zum Erkennen des Verbindenden im Glauben und zum persönlichen Kennenlernen. Des Weiteren stand Bischof Klaiber für das eine und andere Gespräch zur Verfügung.

Den Nachmittag eröffnete dann der Hausherr, Gemeindevorsteher Frank Arlaud, in dem er die Architektur des Kirchengebäudes erläuterte, die ebenfalls Jesu, das Kreuz und die Größe Gottes in den Mittelpunkt rücken soll. Der Nachmittagsvortrag von Bischof Klaiber hatte das Thema „Für uns gestorben!? Von der existentiellen Bedeutung des Kreuzes für uns heute“. Dank seines Wissens ein erneut beeindruckendes Erlebnis, das vielen Zuhörern noch lange im Gedächtnis bleiben dürfte.

Nach erfolgter Kaffeepause und mit freudigem Gesang Aller klang der Bibeltag schließlich aus.

Ein großer Dank gilt allen fleißigen Helfern, die sich bei der Planung, Vorbereitung und Durchführung des Bibeltags eingebracht und engagiert haben. Ohne ihre Hilfe wäre das in dieser gelungen Form nicht möglich gewesen! Und natürlich gilt der Dank insbesondere Bischof Klaiber, der uns an diesem Tag an seinem großen Wissen und seiner Erkenntnis teilhaben ließ.

Bernd Heß

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(Fotos: Roland Sand)

Zur Person: Bischof i.R. Walter Klaiber studierte Evangelische Theologie und promovierte 1972 an der Universität Tübingen. Von 1971 bis 1989 war er Dozent für Neues Testament und Griechisch am Theologischen Seminar in Reutlingen, zu dessen Direktor er 1977 bestellt wurde. 1989 wurde Walter Klaiber zum Bischof der Evangelisch-methodistischen Kirche gewählt und diente in diesem Amt bis zu seinem Ruhestand im Jahr 2005. Zu vielen Aufgaben und Beauftragungen zählte u.a. seine Mitarbeit im Arbeitskreis Christlicher Kirchen in Deutschland, deren Vorsitz er von 2001 bis 2007 inne hatte. Zudem ist er Verfasser zahlreicher theologischer Schriften, u.a. des Werkes "Jesu Tod und unser Leben - Was das Kreuz bedeutet". Dessen Inhalt lag auszugsweise den Vorträgen am Bibeltag zu Grunde.

(Quelle: „Walter Klaiber“. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 29. März 2018, 15:07 UTC. URL: https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Walter_Klaiber&oldid=175537618 (Abgerufen: 17. Februar 2019, 19:39 UTC)

 

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