Foto: Roland Sand

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(Fotos: Roland Sand)


Ganz bewusst an diesem Gedenktag hat die ACG ein ökumenisches Friedensgebet in der Stadtkirche gestaltet.

Schon in den Eingangstexten wurde erwähnt, dass die meisten Menschen in Deutschland vor dem 24. Februar bei Krieg zunächst an die beiden Weltkriege dachten. Nun ist das Kriegsgeschehen wieder in die Nähe gerückt. Diese Gedanken wurden vom Liedruf „Herr, gib uns Deinen Frieden“ eingerahmt. Im Gebet brachte Erika Gerken die Bitte um Frieden vor Gott.

Danach legte Sven Gärtner in eindrucksvollen Worten dar, wie der Volkstrauertag, den er früher mit Spendensammeln für die Kriegsgräberfürsorge verband, nun auch zum Gedenken für die Menschen in der Ukraine wird. Für viele Menschen, die nach dem Zweiten Weltkrieg geboren wurden, hatte dieser Tag eher nostalgischen Charakter. Nun jedoch waren die Menschen in der Kirche versammelt, um um Frieden zu bitten. Die Bedrohung durch den Krieg ist wieder aktuell. Was jedoch können die Menschen tun? Die Erkenntnis, wir brauchen Frieden, greift zu kurz. Er erinnerte an die Worte aus dem Johannesevangelium, meinen Frieden gebe ich Euch. Für Christen kommt der Friede von Gott, Jesus kam als der von Jesaja verheißene Friedensfürst zur Welt. Wir müssen uns für diesen Frieden jedoch einsetzen. Jetzt, im zu Ende gehenden Kirchenjahr erinnern die biblischen Texte an die Endlichkeit. Bei Matthäus 25 heißt es, was ihr dem Geringsten meiner Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Dies ist die Aufforderung miteinander in Frieden und Versöhnung zu leben, ist Richtschnur für das Verhalten von Christen.

Mit Fürbitten, dem Versöhnungsgebet von Coventry und dem Segen endete die Feier, die umrahmt war von Liedbeiträgen von Susanne Mientus, begleitet auf der Orgel von Roland Schnürer.

Danach lud Marieluise Gallinat-Schneider die Anwesenden noch zur, von der Friedensinitiative ausgerichteten, Mahnwache für den Frieden auf dem Marktplatz ein. Dort legten die Menschen aus mitgebrachten Kerzen ein Friedenssymbol und hielten im Gedenken inne.

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